Mein perfekter Morgen

Jetzt wird's persönlich

Seit ich mich vor einigen Jahren auf die Reise zu mehr Gesundheit machte, lasse ich mich immer wieder von Menschen und ihren Geschichten inspirieren. Heute möchte ich einmal mehr von mir erzählen. Es geht darum, wie ich meinen Morgen verbringe. So kann ich mich Ihnen ein bisschen besser vorstellen oder vielleicht meinen Lesern Anregungen geben auf dem Weg zu einem Leben mit Genuss und Glück.

Ich habe eine Morgenroutine entwickelt, die mich schon beim Einschlafen die Vorfreude auf den nächsten Morgen spüren lässt. Dadurch ist nicht automatisch jeder Morgen genau gleich, es gibt aber einige Elemente, mit denen ich sehr gerne in meinen Tag starte.

Foto: Genuss und Glück, Mickley

Meditation - die Stille in mir selbst genießen

Jeden Morgen – am liebsten im Dunkeln – meditiere ich, etwa zehn Minuten lang. Ich bin dabei ganz bei mir selbst und versuche, mich auf den Atem zu konzentrieren. Das ist nicht immer leicht, denn schon am frühen Morgen schwirren mir alle möglichen Dinge im Kopf herum: was gestern passiert ist, welche Gespräche ich geführt habe; was heute ansteht, was ich mir vornehme für den Tag; was mich generell beschäftigt… und dann denke ich natürlich auch: bitte verschwinde wieder, oh Du Gedanke! 😉

Nicht immer – aber immer öfter – schaffe ich es tatsächlich, das “Nichts" zu spüren. Meine Seele fühlt sich dabei ganz leicht an. Zugegeben, es ist schwierig zu beschreiben.

Das Meditieren habe ich schon vor längerer Zeit begonnen. Am Anfang fiel es mir unheimlich schwer, meine automatisch aufkommenden Gedanken freundlich aber bestimmt wieder wegzuschicken und mich einfach auf meinen Atem zu konzentrieren. Es hilft mir heute, gleich am Morgen zu meditieren, in Stille und in Dunkelheit (wenn die Sonne noch nicht aufgegangen ist). Auch hilft es mir, meinen Atem mit bestimmten Wörtern zu verbinden. So kann ich beispielsweise “Liebe" einatmen und “Zufriedenheit" ausatmen. Diese Wörter helfen mir, an nichts anderes zu denken.

Nach dem Meditieren bin ich immer sehr froh und fühle mich leicht und erholt, bereit für den nächsten Punkt meines perfekten Morgens.

Positive Gedanken geben mir Kraft

Ich habe Ziele im Leben, die sich jeden Tag ändern können und trotzdem in der Regel die gleiche Richtung behalten. Manche Menschen reden hierbei von “Vision". Wir können es aber auch einfach langfristige Ziele nennen. Mein übergeordnetes Ziel ist es, chronisch kranken Menschen mehr Gesundheit und Wohlbefinden zu ermöglichen.

Aus dieser Vision heraus habe ich für mich erreichbare – kurzfristigere – Ziele formuliert. Zum Beispiel entwickle ich gerade einen neuen Online-Kurs, um mehr Menschen zu erreichen und ihnen zu ermöglichen, mit mir zusammen ein paar Schritte in Richtung Gesundheit und Wohlbefinden zu gehen.

Solche Ziele – und auch die Aufgaben, die damit zusammen hängen, formuliere ich ganz konkret immer wieder, jeden Morgen. Die Idee dahinter ist, dass ich sie dadurch immer in meinem Hinterkopf habe und auch mein Handeln im Alltag automatisch darauf ausrichte. Ich muss sagen: es funktioniert.

Dazu nutze ich auch die Visualisierung: ich stelle mir ganz konkret vor, wie es ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Ich spüre es quasi, wie es sich anfühlt, bereits dort zu sein. Zum Beispiel male ich mir aus, richtige Klimmzüge zu schaffen. Welche Muskeln werden angesprochen, wie schiebe ich mein Kinn ganz langsam über die Stange und wieviel Kraft brauche ich dafür in den Armen, Schultern und im Rücken? Wie ist es, wenn ich mir selbst danach auf die Schultern klopfe?

Foto: Hannah Olinger @ Unsplash

Ich schreibe Tagebuch

Das kennen Sie bestimmt: Sie schauen in ein Fotoalbum und fühlen sich sofort zurück versetzt in die damalige Zeit. Um das zu können, müssen Sie aber im jeweiligen Moment daran denken, ein Foto aufzunehmen. (Oder Sie haben jemanden, der dies für Sie tut.) So ähnlich ist es mit einem Tagebuch.

Jeden Morgen nehme ich mir etwas Zeit, über den vergangenen Tag nachzudenken und die wichtigsten Dinge kurz aufzuschreiben. Dabei kann ich bestimmte Momente von gestern noch einmal durchgehen und über sie nachdenken. Ich lobe mich auch explizit für positive Erlebnisse oder Ergebnisse. Ebenso schreibe ich kurz auf, was als nächstes auf mich wartet und was am kommenden Tag wichtig für mich ist.

So kann ich rückblickend viel besser nachvollziehen, welche Entwicklungen ich durchlaufen habe, welche Schwierigkeiten ich meistern konnte und was mich zum Lachen gebracht hat.

Foto: David Iskander @ Unsplash

Ich lese

Der Morgen ist genau für mich bestimmt. Ich tue das, was ich wichtig finde und was ich brauche, um mich weiter zu entwickeln. Dazu gehört für mich ganz selbstverständlich auch das Lesen.

Ich nehme mir etwa 15 Minuten jeden Morgen Zeit, ein Buch zu lesen, das mich weiter bringt: sei es Lektüre über gesundheitliche Aspekte, über Coaching-Methoden oder auch Bücher zur persönlichen Selbstentwicklung. In den 15 Minuten schaffe ich in der Regel fünf bis zehn Seiten, je nachdem, wie groß die Schrift und das Format des Buches ist. So kann ich mir wirklich einiges an Wissen aneignen.

Meine Schreibuntensilien habe ich dabei auch immer griffbereit, schon durch das vorangegangene Tagebuchschreiben. Wichtige Dinge notiere ich beim Lesen. Manchmal lese ich auch Bücher, die ganz konkrete Übungen vorschlagen, über bestimmte Situationen oder Gefühle nachzudenken und Notizen zu machen.

Es ist immer wieder sehr interessant, meine eigenen “Bücher" zu lesen, wie zum Beispiel mein Tagebuch. Erstaunlich, was sich bereits in relativ kurzer Zeit alles an Entwicklung ergibt. Es lohnt sich, darüber immer mal wieder zu reflektieren. Auch Tagebücher aus länger vergangener Zeit sind unheimlich spannend zu lesen. Es ist wie ein Besuch bei meinem früheren Ich.

Mein Morgen-Training

Als Gesundheits-Coach möchte ich anderen helfen, gesund zu werden und zu bleiben. Um das wirklich gut zu können, halte ich mich selbst körperlich fit. Es ist nicht immer leicht, im Alltag Zeit für Sport zu finden, aber wem erzähle ich das? Ich kenne niemanden, der Beruf, Familie, Haushalt und eigenes Fitness-Programm leichtfüßig miteinander vereint.

Umso dankbarer bin ich für meine Morgenroutine, die es mir erlaubt, mich schon ganz früh am Morgen um meine Fitness zu kümmern. Dabei mache ich verschiedene Übungen, jeden Tag kann es wechseln: Ausdauertraining, Krafttraining oder Sprinttraining.

Ich habe das große Glück, ein Rudergerät zu Hause zu haben. Auf dem kann ich 10 Minuten “gemütlich" Rudern oder auch Sprintübungen machen. Ich kann (meist in den Sommermonaten) einen schnellen Spaziergang draußen unternehmen oder locker Joggen. Oder ich nehme mir Kraftsportübungen vor: Liegestütze, Körperbretter, Kniebeugen funktionieren ganz ohne zusätzliche Ausstattung. Bei alldem achte ich auf die Grundsätze eines gesunden Sport-Mixes.

Mein morgendliches Sportprogramm runde ich durch ein paar Minuten Joga oder Gymnastik ab. Dadurch bleibe ich gelenkig und habe den ganzen Körper schon einmal durchbewegt. Ein tolles Gefühl!

Foto: Genuss und Glück, Mickley

Jetzt noch unter die Dusche

Gewissermaßen als Krönung gehe ich nun unter die Dusche, um mich vollständig zu erfrischen und meinen Körper so richtig auf Touren zu bringen. Das funktioniert bei mir sehr gut mit drei Minuten kalter Dusche. Ich habe mich vor einiger Zeit langsam an dieses Thema herangetastet, denn ein kalter Schauer hat zugegebenermaßen nicht so viel mit meiner “Komfortzone" zu tun. Durch Bücher wie Nie wieder krank von Wim Hof oder Better Body – Better Brain von Anja Leitz weiß ich aber um die Vorteile, habe es ausprobiert und bin überzeugt, dass es mir hilft, in den Tag zu starten und insgesamt auch gesund zu sein. Außerdem ist das Gefühl danach einfach unbeschreiblich schön! Ich wasche sogar meine Haare mit kaltem Wasser.

Wenn ich erkältet bin oder irgendwie angeschlagen, bevorzuge ich allerdings warmes Wasser, um meinen Körper nicht zusätzlich zu stressen.

Woher nehme ich die Zeit für all das?

Sie haben es gerade gesehen: mein Morgen besteht aus einem recht umfangreichen Programm. Und das alles findet noch vor dem eigentlichen Tag statt?

Ich verstehe Ihre Gedankengänge, denn genau so habe ich auch gedacht, bevor ich mich zu dieser Morgenroutine entschloss. Mein Tag ist so voll mit schönen und manchmal auch weniger schönen Tätigkeiten, dass ich abends ordentlich müde Schlafen gehe. Wenn ich jetzt noch morgens so ein Programm absolvieren muss, woher soll ich die Zeit nehmen?

Begleiten Sie mich doch bitte bei meiner Denkweise dazu: die Zeit am Morgen ist eine perfekte Zeit, um sich um sich selbst zu kümmern. Viele Menschen verbringen sie gehetzt, um den Morgen “zu meistern", pünktlich zu frühstücken, die Kinder zu versorgen und dann selbst rechtzeitig im Büro oder am Arbeitsplatz zu sein. Diese Menschen kümmern sich dann abends um sich selbst (wenn überhaupt), wenn sie sich müde und abgearbeitet auf dem Sofa wieder finden. Da bleibt wahrscheinlich nicht viel Motivation für all die sinnvollen Dinge, die man für sich selbst tun kann.

Wie wäre es, den Morgen mit seiner Frische der eigenen Person zu widmen?

Um trotzdem ausreichend und erholsam zu schlafen, gehe ich abends dafür eine Stunde früher ins Bett. Dadurch bin ich ein “Frühschläfer" geworden, aber meine Morgenroutine ist es mir wert. Ich finde auch nicht, dass ich so ein Programm absolvieren muss sondern ich freue mich darauf, mir selbst diese Zeit zu gönnen.

Anfangs dachte ich, die morgendlichen Aktivitäten wären nicht leicht mit meiner Familie vereinbar. Meine Kinder stehen ebenfalls recht früh auf und benötigen dann meine Aufmerksamkeit. Nach ein paar Versuchen habe ich aber festgestellt, dass es überhaupt kein Problem darstellt: ich kann ihnen erklären, dass dies “Mamis Zeit" ist und sie akzeptieren dies allermeistens. Insbesondere beim Meditieren hilft es mir, völlig ungestört zu sein. Da ich die Meditation ganz an den Anfang meiner Morgenroutine gesetzt habe, kann ich ganz sicher die Stille genießen.

Nach meiner Morgenroutine bin ich erfrischt und bereit für den Tag und meine Familie. Dass es mir gut geht, spüren auch sie.

Läuft das jetzt immer so?

Meine Gedanken und Tätigkeiten am Morgen sind grob strukturiert, halten aber auch jeden Tag neue Dinge bereit: das Meditieren funktioniert unterschiedlich gut, ich visualisiere durchaus veränderliche Dinge und das Tagebuch und das Lesen zeigen mir, dass immer wieder neue Impulse ankommen, die ich verarbeite. Durch mein Sportprogramm kann ich beobachten, wie sich mein Körper und die Muskeln verändern.

Es gibt natürlich auch Tage, an denen ich besonders früh aufstehen muss, um ungewöhnliche Tätigkeiten zu erledigen, zum Beispiel eine sehr frühe Abreise aufgrund einer Dienstreise oder auch der frühe Start in den Urlaub. In diesen Fällen mache ich eine stark verkürzte Version der Morgenroutine und plane für jede Tätigkeit etwa nur eine Minute ein. Bei den Gelegenheiten, zu denen ich dies anwenden durfte, war ich erstaunt, wie “viel" ich doch jeweils schaffe und wie erfrischend auch diese kurze Routine für mich ist.

Fazit

Ich habe für mich einen tollen Weg gefunden, mich um mich selbst zu kümmern und nutze dafür die Zeit am Tag, die am besten für mich funktioniert. Inspiriert dazu hat mich übrigens das Buch “Miracle Morning" von Hal Elrod.

Welche Ziele haben Sie in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden? Lassen Sie uns bei einem kostenlosen Erstgespräch “Gesundheits-Coaching entdecken" dazu austauschen!

Fotos: David Zawila, Hannah Olinger, David Iskander @ Unsplash; Genuss und Glück, Mickley


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Franziska Mickley hat sich als empathischer Gesundheitscoach und Bloggerin auf die Bedürfnisse von Menschen mit Autoimmunerkrankung(en) spezialisiert. Dabei richtet sie ihr Handeln an der menschlichen Natur aus: jeder Schritt zu "mehr Mensch" ist ein Schritt in Richtung gesteigerter menschlicher Gesundheit. Das bedeutet auch, durch gesunde Ernährung und Lebensweise Krankheiten möglichst gar nicht erst zuzulassen. Franziskas Artikel liefern nicht nur Wissen sondern auch Rezeptideen, denn sie ist durch ihre eigene gesundheitliche Reise zu einer kreativen Köchin geworden.

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