Grundlegendes zu Autoimmunerkrankungen

Sind Autoimmunerkrankungen eigentlich Volkskrankheiten?

Autoimmunerkrankungen sind weltweit stark im Kommen. So beschreiben es deutsche und israelische Wissenschaftler in ihrem Forschungsartikel aus dem Jahr 2015, nachdem sie 30 relevante Studien auswerteten1. In den Vereinigten Staaten von Amerika gehen Experten vom National Institute of Environmental Health Sciences (NIEH) bereits für das Kalenderjahr 2012 von 23,5 Millionen Amerikanern mit Autoimmunerkrankungen aus2. Das waren damals etwa 7,5%  der amerikanischen Bevölkerung. Nehmen wir eine ähnliche Verbreitung für Deutschland, Österreich und die Schweiz an, ergeben sich für das gleiche Jahr entsprechende Erkrankungszahlen von etwa 7,3 Millionen in allen drei Ländern zusammen.

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Autoimmunerkrankungen gelten als nicht heilbar. Sie verursachen durch verschiendenste Symptome relativ hohe Kosten für den Einzelnen und für die Gesellschaft.

Krankheiten, die weit verbreitet sind und große wirtschaftliche Auswirkungen auf Gesellschaften haben, werden allgemein als Volkskrankheiten bezeichnet. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthrose, Diabetes mellitus Typ 2 und Krebs. Vergleicht man die Anzahl der von diesen Krankheiten direkt Betroffenen mit der Anzahl der Autoimmunerkrankungen, liegt der Schluss nahe, auch die Autoimmunerkrankungen zu den Volkskrankheiten zu zählen.

Was passiert bei einer Autoimmunerkrankung?

Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich die Energie des körpereigenen Immunsystems (dessen ursprüngliche Aufgabe es ist, den Organismus vor schädlichen Eindringlingen zu schützen) gegen körpereigenes Gewebe. Dazu bildet das Immunsystem sogenannte Antikörper, die körpereigene Zellen angreifen und zerstören. Je nachdem, welche Antikörper gebildet werden, sind verschiedene Bereiche des Körpers betroffen. Unser Immunsystem geht also sehr gezielt vor. Abhängig davon, welche Körperzellen zerstört werden, ergeben sie die Namen der jeweiligen Autoimmunerkrankung.

Zu der Frage, warum in einigen Fällen unser eigenes Immunsystem sich gegen unseren Organismus richtet, hat die Wissenschaft noch keine eindeutige Antwort gefunden. Viele Experten sprechen allerdings davon, dass wahrscheinlich eine Kombination von verschiedenen Einflussfaktoren zu einer Autoimmunreaktion und damit zu einer Autoimmunerkrankung führen kann. Diese Einflussfaktoren sind oftmals sehr individuell. Dr. Sarah Ballantyne beschreibt in ihrem Buch “Die Paläo-Therapie" drei Hauptfaktoren:

  • “genetisch bedingte Anfälligkeit
  • Infektionen, Umweltfaktoren, Pech
  • Ernährung und Lebensstil"3

Welches sind die häufigsten Autoimmunerkrankungen?

Jean-Francois Bach, Immunuloge und Professor an der französischen Académie de sciences in Paris, präsentierte dem ENVI-Kommitte des Europäischen Parlaments im Herbst 2017 in seinem Vortrag eine Liste der in den Vereinigten Staaten von Amerika am häufigsten vertretenen Autoimmunerkrankungen4:

  • Morbus Basedow
  • Rheumatoide Arthritis
  • Hashimoto Thyreoiditis
  • Vitiligo
  • Typ 1 Diabetes
  • Perniziöse Anämie
  • Multiple Sklerose
  • Glomerulonephritis
  • Lupus Erythematodes
  • Sjögren-Syndrom

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Diese hier genannten Krankheiten können bezüglich ihrer Symptome sehr unterschiedlich sein. Allerdings liegt durch das Angreifen der eigenen Körperstrukturen eigentlich bei allen Autoimmunerkrankungen ein verstärktes Entzündungsgeschehen im Organismus vor.

Was kann jede(r) Einzelne tun – auch präventiv?

In dem von mir weiter oben zitierten Buch von Sarah Ballantyne3 ruft die Autorin dazu auf, dass “zu ändern, was wir ändern können" und meint damit hauptsächlich eine gesunde Ernährung und Lebensweise, die “nicht mehr die Krankheit, sondern unsere Gesundheit fördert".

Meiner Meinung nach ist dies etwas, was jeder Mensch tun kann – auch präventiv. Aber was bedeutet eine gesunde Ernährung und Lebensweise? Erfahren Sie mehr darüber in einem individuellen Coaching-Termin!

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Franziska Mickley hat sich als emphatischer Gesundheitscoach und Bloggerin auf die Bedürfnisse von Menschen mit Autoimmunerkrankung(en) spezialisiert. Dabei richtet sie ihr Handeln an der menschlichen Natur aus: jeder Schritt zu "mehr Mensch" ist ein Schritt in Richtung gesteigerter menschlicher Gesundheit. Das bedeutet auch, durch gesunde Ernährung und Lebensweise Krankheiten möglichst gar nicht erst zuzulassen. Franziskas Artikel liefern nicht nur Wissen sondern auch Rezeptideen, denn sie ist durch ihre eigene gesundheitliche Reise zu einer kreativen Köchin geworden.

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