Alles, was Sie jetzt über Milch wissen müssen

Was ist Milch?

Milch ist ein Oberbegriff für sehr viele Produkte. In diesem Artikel geht es um die sogenannte Tiermilch, die wir Menschen konsumieren. Sie kann von Kühen, Schafen und Ziegen oder anderen Säugetieren kommen. Seit der Domestikation von Tieren gehört Milch zur menschlichen Ernährung, manche Menschen meinen, das wäre relativ lange. Schauen wir auf die Menschheitsgeschichte, dann sehen wir, dass sich unsere menschliche Art viele, viele Jahre ohne Tiermilch wunderbar entwickelt hat, denn den homo sapiens gibt es mindestens schon 250.000 Jahre (lesen Sie dazu auch meinen Artikel zur Gesundheit von Steinzeitmenschen). Die erste Domestikation von Ziegen und Schafen wird etwa 10.000 Jahre zurück datiert, bei Kühen sind es etwa 8.500 Jahre. Das bedeutet, dass wir seit Beginn der Jungsteinzeit (oder auch mit Beginn der Agrarrevolution und unserer Sesshaftwerdung) Tiermilch zu uns nehmen.

Milch ist dabei ein sehr vielseitiges Lebensmittel, da wir nicht nur die Milch trinken sondern auch beliebte Produkte auf ihrer Grundlage herstellen können, sei es Butter, Käse, Sahne, Quark oder Joghurt. Auch verarbeitete Lebensmittel enthalten häufig bestimmte Bestandteile von Milch. Denken Sie zum Beispiel an das Milchpulver, welches häufig bei der Herstellung von Schokolade verwendet wird!

Foto: Eiliv-Sonas Aceron @ Unsplash

So hilft uns Milch, gesund zu werden oder zu bleiben

Tiermilch hat ganz viele tolle Eigenschaften, die uns beim Gesundwerden oder -bleiben helfen können. Hat das vielleicht damit zu tun, dass wir Menschen ebenfalls Säuge"tiere" sind und am Anfang unseres Lebens Milch bekommen? Zugegeben, wir werden als Neugeborene normalerweise nicht mit Tiermilch ernährt… aber die menschliche Muttermilch weist einige Parallelen zu der tierischen Variante auf.

Hohe Nährstoffdichte bei Milch

Da wir schon dabei sind… Besonders für Neugeborene und Babies ist es wichtig, dass sie mit vielen Nährstoffen versorgt werden, damit sie sich prächtig entwickeln können. Eine nährstoffreiche Nahrung muss unbedingt einer nährstoffarmen vorgezogen werden. Menschen sind hierbei nicht anders als Tiere. Die Natur hat es so eingerichtet, dass in Tiermilch unheimlich viele Nährstoffe enthalten sind. Dazu gehören Eiweiße und Fette, aber auch Kalzium, Magnesium, Eisen sowie wichtige Vitamine. Gerade die fettlöslichen Vitamine möchte ich hier besonders heraus stellen, da sie die Schleimhäute gesund halten, Körperzellen vor Zerstörung schützen und bei der Wundheilung helfen, indem sie die Blutgerinnung steuern.

Das Eiweiß, das wir aus der Milch bekommen, wird als sogenanntes “vollständiges" Eiweiß bezeichnet, da es alle essenziellen Aminosäuren enthält, die wir über die Nahrung aufnehmen müssen. Im Unterschied dazu kann unser menschlicher Organismus die sogenannten nicht-essenziellen Aminosäuren selbst bilden. Durch den relativ hohen Eiweiß-Anteil in der Milch ist es überaus einfach, mit diesem Lebensmittel den individuellen Eiweißbedarf zu decken.

Besondere Eiweiße in der Milch

Beim Thema Eiweiß sollten wir auch über besondere Eiweiße sprechen, die über die Milch zugeführt werden können. Zum Beispiel enthält Milch bestimmte Aminosäuren, die für die körpereigene Produktion von Glutathion wichtig sind, nämlich Glutaminsäure und Cystein. Für die Glutathion-Produktion wird zusätzlich noch die nicht-essenzielle Aminosäure Glyzin benötigt, aber insbesondere Cystein ist für Glutathion der kritische Faktor.1 Glutathion ist für unsere Gesundheit immens wichtig. Es wird als körpereigenes Anitoxidans bezeichnet und spielt eine große Rolle bei der Entzündungslinderung und dem Schutz vor oxidativem Stress.2

Das Molkeprotein – eines der Haupt-Eiweiße in Milchprodukten – wirkt vermutlich krebsvorbeugend. Vielversprechende Ergebnisse über die Verwendung von Molkenproteinkonzentrat bei der Krebsbehandlung wurden in der Fachzeitschrift Anticancer Research veröffentlicht. An dieser Stelle wird weiter geforscht.

Gesunde Transfette in der Milch

Wie bitte? Seit wann passt “gesund" zu “Transfett"?

Dieses Thema ist höchst interessant: Transfette werden oft als gesundheitsschädlich bezeichnet. Dabei gibt es grundsätzlich sowohl gesunde als auch ungesunde Transfette. Letztere können durch eine unnatürliche Verarbeitung von Fetten entstehen. Lesen Sie dazu auch meinen Artikel zum Thema “gesunde Fette"! Neben diesen unnatürlichen gibt es auch natürliche Transfette, die spurenweise in Milch und Fleisch zu finden sind. In ihrer natürlichen Form sind sie als konjugierte Linolsäure (CLA) oder Vaccensäure bekannt. Diese natürlichen Transfette sind in der Tat gesund, da sie eine entzündungshemmende und heilende Wirkung haben.3

Gesunde Bakterien in der Milch

In unserem Körper leben unzählige Mikroorganismen, unter anderem Bakterien, von denen es “gute" und “schlechte" Vertreter gibt. Ohne eine ausreichende Anzahl und Diversität von guten Bakterien wird der Mensch krank. Wir können gesunde Bakterien unter anderem über die Nahrung zu uns nehmen. In diesem Zusammenhang sind fermentierte Milchprodukte wie gereifter Käse, Kefir oder Joghurt eine sehr gute Probiotikaquelle.

Foto: Waldemar Brandt @ Unsplash

So kann Milch unsere Gesundheit beeinträchtigen

Nach dieser Mut machenden Beschreibung möchte ich die Euphorie etwas abschwächen, denn Tiermilch und die Produkte, die wir daraus herstellen, ist für viele Menschen problematisch. Schauen wir einmal ganz sachlich auf die verschiedenen Aspekte.

Ist Laktose schädlich?

Laktose ist per se erst einmal nicht grundsätzlich schädlich. Es handelt sich hierbei um den sogenannten Milchzucker, einen Zweifachzucker, der im Rahmen unserer Verdauung zu Einfachzuckern (unter anderem Glukose) aufgespalten wird. Laktose gehört damit zu den Kohlenhydraten.

Gesundheitlich problematisch wird Laktose, wenn sie in zu großen Mengen zugeführt wird. Dann erfolgt nämlich die Aufspaltung in Einfachzucker nur ungenügend und die Laktose wird in späteren Abschnitten des Darms von Bakterien fermentiert. Die Nebenprodukte der Fermentierung können leider zu starken Blähungen, Durchfällen, Koliken, Übelkeit und Erbrechen führen. Nun ist es wichtig, noch einmal auf die zugeführten Mengen zu schauen: das “Zuviel" von Laktose ist durchaus individuell unterschiedlich. Eine wirkliche Laktose-Intoleranz, bei der sogar schon kleine Mengen Laktose diese Symptome hervorrufen, wird bei etwa 25% der hellhäutigen Menschen erwartet. Dies ist übrigens keine Krankheit, sondern eine normale Entwicklung, die zum Aufwachsen oder Erwachsenwerden gehört. Die Produktion des Enzyms Laktase – wichtig für die Aufspaltung von Laktose zu Einfachzuckern – nimmt bei vielen Menschen während sie erwachsen und älter werden immer weiter ab, weil sie aus Sicht der Natur nicht mehr auf das Lebensmittel “Milch" angewiesen sind.

Milch und ihr Einfluss auf den Insulinspiegel

Milch ist sehr insulinogen. Das bedeutet, dass bei dem Konsum von Milch oder Milchprodukten der Insulinspiegel relativ stark ansteigt, was wiederum Entzündungen und Insulinresistenz fördern kann.3,4

Milch, Naturjoghurt, Käse etc. sorgen für eine Insulinausschüttung, obwohl sie den Blutzuckerspiegel nicht wesentlich erhöhen. Diese Produkte führen zu einer stärkeren Insulinausschüttung als eine vergleichbare Menge an Weißbrot. Dieser Mechanismus heizt Entzündungen an und löst Hungergefühle sowie ein heftiges Verlangen nach Zucker aus. Es gibt Studien, die eine Verbindung zwischen einem hohen Milchkonsum und der Entwicklung einer Insulinresistenz herstellen.5

Wenn Milcheiweiß krank macht

Dagegen haben viele Menschen überhaupt kein Problem mit dem Milchzucker, aber vielmehr mit dem Milcheiweiß. In der Milch gibt es verschiedene Eiweiße, allen voran Kasein und Molke.

Milch von Kühen enthält durchschnittlich etwa drei Prozent Kasein. Bei ungenügender Verdauung (oder einem ungesunden Darm) können sich die Kasein-Eiweiße in Substanzen verwandeln, die opiatähnliche Strukturen aufweisen, die sogenannten Kasomorphine.6 Morphine kennen wir als Rauschgift.

Die Ärztin Dr. Natasha Campbell-McBride beschreibt in ihrem Buch “GAPS – Gut and Psychology Syndrome: Wie Darm und Psyche sich beeinflussen“, dass diese opiatähnlichen Strukturen über eine ungenügende Darmbarriere in unseren Körper gelangen können und dort für Probleme sorgen.6,7 Ein gesunder Körper sollte einzelne Aminosäuren resorbieren und keine Ketten davon.

Ein weiterer sehr interessanter Aspekt im Zusammenhang mit Kasein ist die Unterscheidung von A1- und A2-Milch. A1-Milch bekommt ihren Namen vom dort enthaltenen A1-Beta-Kasein. Dieses Eiweiß ist hauptsächlich in Milch von nordeuropäischen Rindern zu finden. Untersuchungen legen nahe, dass Milch, die A1-Kasein enthält, zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen kann, unter anderem:

  • Blutzuckerprobleme
  • Herzkreislaufprobleme
  • Verdauungsprobleme
  • Unverträglichkeit gegenüber Milchprodukten8

Hier ist A2-Milch ist die gesündere Wahl, da sie durch das enthaltene A2-Beta-Kasein normalerweise nicht dieselben Verdauungsprobleme und gesundheitlichen Bedenken hervorruft.

Die folgenden Rinderrassen produzieren A1-Milch:

  • Ayrshire
  • Holstein
  • Britisches Kurzhorn

Leider sind damit ein Großteil der amerikanischen und europäischen Rinderrassen betroffen.

Die folgenden Rinderrassen produzieren A2-Milch:

  • Asian
  • Jersey
  • Guernsey
  • Limousin
  • Charolais

Zum Glück sind Kühe nicht die einzigen Milchlieferanten im Tierreich. Andere Säugetiere liefern Tiermilch mit A2-Beta-Kasein. Schauen Sie einmal auf die folgende Liste:

  • Ziegen
  • Schafe
  • Büffel

Foto: Jenny Hill @ Unsplash

Führt Milch zu einem löchrigen Darm?

Milch enthält Proteaseinhibitoren, die zur Entwicklung eines löchrigen Darms beitragen können. Einfach gesagt sind Proteaseinhibitoren Stoffe, die verhindern, dass Eiweiße vollständig aufgespalten werden.3

Manche Wissenschaftler – unter ihnen die Ärztin Dr. Sarah Ballantyne – sind der Meinung, dass es von der Natur vorgesehen ist, dass Milch einen undichten Darm erzeugt. Die einzige natürliche Nahrung für Säuglinge muss durch ein noch nicht vollständig entwickeltes Verdauungssystem in den Körper des Neugeborenen gelangen. Es ist aus Ballantynes Sicht unerlässlich, dass der Darm löchrig ist, um einige Bestandteile der Muttermilch in den Blutkreislauf das Babies zu transportieren, insbesondere Hormone und alle Antikörper, die eine Mutter zur Stärkung des Immunsystems ihres Kindes herstellt. Wenn wir jung sind, ist also ein undichter Darm prinzipiell eine gute Sache! Eine erhöhte Durchlässigkeit des Darmes wird jedoch zu einem Problem bei Erwachsenen, da sie oft Dinge verzehren und in ihrem Verdauungssystem haben, die nicht direkt in die Blutbahn gelangen sollten.9

Noch mehr Bedenken gegenüber Milch und Milchprodukten

Milchprodukte sind schwer verdaulich. Darum geht es bereits weiter oben bei den Proteaseinhibitoren. Dadurch stellen Milchprodukte eine Nahrungsgrundlage für Kolibakterien (Escherichia coli) dar. Dies begünstigt die übermäßige Ausbreitung dieser Mitbewohner, sodass ein Ungleichgewicht im Darm entstehen kann (Darmdysbiose).3

Milch enthält aktive Hormone, die den menschlichen Hormonhaushalt durcheinander bringen können, insbesondere die sogenannten “Insulinähnlichen Wachstumsfaktoren" IGF-1 mit dem damit zusammenhängenden erhöhten Risiko für Brust-, Darm-, und Prostatakrebs).3

Der Konsum von Milch erhöht die Schleimproduktion. Neben der damit einhergehenden möglichen Belastung der Atemwege (bis hin zu Asthma) kann es auch zu einer verstärkten Schleimproduktion im Darm kommen. Dies wiederum kann die Darmschleimhaut irritieren und die Nährstoff- und Mineralstoffaufnahme behindern.3

Milchprodukte sind hochallergen. In manchen Milchprodukten (zum Beispiel Butterschmalz oder Ghee) sind nur Spuren von Milcheiweißen enthalten. Es gibt Menschen, die selbst auf diese Spuren reagieren.3

Milchprodukte und das darin enthaltene Kasein birgt die Gefahr der Kreuzreaktionen mit Gluten, einem in vielen populären Getreidesorten enthaltenen Eiweiß. Dies ist insbesondere relevant für Menschen mit Glutenintoleranz, da nun die Antikörper “gegen Gluten" auch die Milchproteine angreifen.3

Probiotika, die guten Bakterien, werden von uns Menschen individuell gut vertragen. Grundsätzlich “gesunde" Bakterienstämme können dadurch bei manchen Menschen Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen. Das kommt daher, dass es in unserem Körper – auch bei unserer Darmflora – um ein gesundes Gleichgewicht geht. Bei einem Zuviel von bestimmten Bakterien (selbst wenn sie grundsätzlich als gesund bezeichnet werden) verlieren wir dieses Gleichgewicht und werden krank.

Foto: Nathan Dumlao @ Unsplash

Bedenkliche Zusatzstoffe bei der Milchverarbeitung

Verarbeitete Nahrungsmittel kommen selten ohne Zusatzstoffe aus. Die bei der Milchverarbeitung eingesetzten Zusätze sind auch in verarbeiteten Milchprodukten zu finden:

  • Phosphorsäure, beispielsweise zur Konservierung sterilisierter, ultrahocherhitzer, eingedickter Milch oder als Trennmittel für Milchpulver, Speiseeis;
    Phosphorsäure kann zur Zerstörung des Zahnschmelzes beitragen, gilt als »Kalziumräuber« (das heißt sie verringert den menschlichen Kalziumspiegel), ist als Risikofaktor für chronisch Nierenkranke bekannt, kann Entzündungen und Verkalkungen der Blutgefäße begünstigen und das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen.10
  • Gallate in Milchpulver; Gallate können zu einer Blausucht oder allergischen Reaktionen der Haut führen11

Foto: Mae Mu @ Unsplash

Kranke Rinder können keine gesunde Milch liefern

Die Qualität der Milch spielt eine immens große Rolle bei der Beantwortung der Frage, ob Milch(produkte) gesund sind. Rinder, die ihr Leben vorwiegend in Ställen verbringen, zu wenig Sonnenlicht und Bewegung bekommen und sich ihr Futter nicht selbst suchen dürfen, sind in der Regel nicht gesund. Dies sind die Tücken der konventionellen Landwirtschaft. Kranke Tiere bekommen Medikamente, die dann wieder in ihren Produkten (also Milch und Fleisch) nachgewiesen werden können. Im Gegensatz dazu führt eine artgerechte Haltung zu gesunden Tieren, die auch deutlich weniger bedenkliche Stoffe in die Milch übertragen können.

Ähnlich geartet ist die Problematik, dass in einer konventionellen Milch-Vieh-Wirtschaft oft dem Profit die höchste Priorität zukommt und nicht etwa die Qualität der dort produzierten Nahrungsmittel. So muss eine Milchkuh hier möglichst viel Milch “produzieren", damit der Betrieb ertragreich ist. Das bedeutet, dass die Milch ganz häufig von trächtigen Tieren stammt, was in der Natur eher die Ausnahme sein dürfte. Eine tragende Kuh produziert ganz andere Hormone als eine Kuh, die keinen Fötus in sich trägt. Diese Hormone gelangen natürlich auch in die Milch und in den Organismus, der sie dann zu sich nimmt. Gerade bei Menschen mit Autoimmunerkrankungen – insbesondere auch bei Hashimoto – ist das hormonelle Gleichgewicht oft schon aufgrund der Krankheit gestört. Hier wäre es sicher hilfreich, alle anderen störenden Faktoren zu vermeiden.

Ihre eigene Milchkompetenz

Viele Menschen vertragen Milch aus den verschiedenen oben genannten Gründen gar nicht. Viele Menschen wissen es aber auch gar nicht, weil Milch und Milchprodukte einfach zu unserem modernen Alltag dazu gehören.

Sie können es aber relativ einfach herausfinden: verzichten Sie mehrere Wochen auf jegliche Milchprodukte (dazu müssen Sie die Verpackungen lesen!) und beobachten Sie sich dabei. Für viele ergibt sich eine grundsätzliche Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens, gerade wenn vorher viele Milchprodukte konsumiert wurden.

Fangen Sie nach dieser Verzichtsphase äußerst vorsichtig und sehr langsam an, Milchprodukte wieder in Ihren Speiseplan aufzunehmen. Dabei empfehle ich Ihnen dringend, mit den weniger eiweißhaltigen Produkten anzufangen, zum Beispiel Butterschmalz/Ghee. Beobachten Sie sich auch hier wieder, um festzustellen, ob Sie diese Produkte vertragen und in welchen Mengen.

Grundsätzliche Empfehlungen zu Milchprodukten

Milchprodukte sollten wenn überhaupt, dann nur in Maßen verzehrt werden. Aus meiner Sicht sind sie als Haupt-Eiweißquelle ungeeignet, eher als kleine Beigabe.

Vermeiden Sie fettfreie und fettarme Milchprodukte, da sie automatisch dazu führen, dass Sie mehr Kohlenhydrate zu sich nehmen! Des weiteren gehören hochverarbeitete Käseprodukte oder Käseimitate nicht in eine gesunde Küche (oder in einen gesunden Darm). Eiscreme oder “Frozen Joghurt" enthält in der Regel minderwertige Milchprodukte, die Sie vermeiden können. Kaufen Sie keine fettfreie oder fettarme Milch! Lassen Sie fettfreie oder fettarme Joghurtprodukte (inklusive der Fruchtjoghurts) im Kühlregal. Machen Sie einen Bogen um konventionelle Milchprodukte oder Produkte von genmanipulierten Tieren.

Wenn Sie Milchprodukte zu sich nehmen wollen, dann bevorzugen Sie fettreiche Varianten und Bio-Produkte. Nehmen Sie am besten die Milch des benachbarten Bauern mit Limousin-Rindern, bei dem Sie ganz leicht überprüfen können, ob die Tiere gesund sind. Dann empfehlen sich auch Rohmilch (ja, ohne Pasteurisierung! – darüber werde ich noch schreiben) oder fermentierte Roh-Milchprodukte.

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1 Definition “Glutathian" Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Glutathion

2 D. Morris, M. Khurasany, T. Nguyen, J. Kim, F. Guilford, R. Mehta, D. Gray, B. Saviola, V. Venketaraman 2013. Glutathione and infection. Review

S. Ballantyne 2016. Die Paläo-Therapie – Stoppen Sie Autoimmunerkrankungen mit der richtigen Ernährung und werden Sie wieder gesund. 106

4 S. Ballantyne 2016. Die Paläo-Therapie – Stoppen Sie Autoimmunerkrankungen mit der richtigen Ernährung und werden Sie wieder gesund. 121

5 L. Tucker, A. Erickson, J. LeCheminant, B. Bailey 2015. Dairy Consumption and Insulin Resistance: The Role of Body Fat, Physical Activity, and Energy Intake.

6 N. Campbell-McBride 2015. GAPS – Gut and Psychology Syndrome: Wie Darm und Psyche sich beeinflussen. 74

7 P. Whiteley, P. Shattock, A.-M. Knivsberg, A. Seim, K. Reichelt, L. Todd, K. Carr, M. Hooper 2012. Gluten- and casein-free dietary intervention for autism spectrum conditions.

8 S. Jianqin, X. Leiming, X. Lu, G. Yelland, J. Ni, A. Clarke 2016. Effects of milk containing only A2 beta casein versus milk containing both A1 and A2 beta casein proteins on gastrointestinal physiology, symptoms of discomfort, and cognitive behavior of people with self-reported intolerance to traditional cows’ milk.

9 S. Ballantyne 2012. How Do Grains, Legumes and Dairy Cause a Leaky Gut? Part 2: Saponins and Protease Inhibitors.

10 Hans-Ulrich Grimm 2013. Chemie im Essen: Lebensmittel-Zusatzstoffe. Wie sie wirken, warum sie schaden. 165

11 Hans-Ulrich Grimm 2013. Chemie im Essen: Lebensmittel-Zusatzstoffe. Wie sie wirken, warum sie schaden. 156

Fotos: Dennis Klein, Eiliv-Sonas Aceron, Waldemar Brandt, Jenny Hill, Nathan Dumlao, Mae Mu @ Unsplash


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Franziska Mickley hat sich als emphatischer Gesundheitscoach und Bloggerin auf die Bedürfnisse von Menschen mit Autoimmunerkrankung(en) spezialisiert. Dabei richtet sie ihr Handeln an der menschlichen Natur aus: jeder Schritt zu "mehr Mensch" ist ein Schritt in Richtung gesteigerter menschlicher Gesundheit. Das bedeutet auch, durch gesunde Ernährung und Lebensweise Krankheiten möglichst gar nicht erst zuzulassen. Franziskas Artikel liefern nicht nur Wissen sondern auch Rezeptideen, denn sie ist durch ihre eigene gesundheitliche Reise zu einer kreativen Köchin geworden.

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